- Elektrolysetechnologie
- Alkalisch (ausgereift, kostengünstig), PEM (Protonenaustauschmembran — schnell reagierend, folgt variablen Erneuerbaren gut) und Hochtemperatur-Festoxid (SOEC — höchster Wirkungsgrad mit Wärme). ISO 22734 ist technologieneutral, doch Gefährdungen und Balance-of-Plant unterscheiden sich je nach Typ.
- Koproduktion von Wasserstoff und Sauerstoff
- Die Elektrolyse spaltet Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff. Die beiden Gasströme getrennt zu halten, Kreuzkontamination zu erkennen und ein brennbares Gemisch zu vermeiden ist eine zentrale Sicherheitsanforderung — der eigentliche Grund für die Norm.
- Sicherheitshülle für Wasserstoff
- Wasserstoff hat einen sehr breiten Zündbereich und eine geringe Zündenergie. ISO 22734 verlangt Zoneneinteilung explosionsgefährdeter Bereiche (ATEX/IEC 60079), Lüftung, Gasdetektion sowie sichere Anfahr-/Abfahr- und Spülsequenzen, um eine explosionsfähige Atmosphäre zu vermeiden.
- Spezifischer Energieverbrauch
- Der Stromverbrauch pro Kilogramm Wasserstoff (kWh/kg), der Kehrwert des Wirkungsgrads. Systeme liegen heute bei rund 50-55 kWh/kg; diese Zahl, multipliziert mit dem Strompreis, dominiert die Kosten des grünen Wasserstoffs.
- Dynamischer / flexibler Betrieb
- An Solar oder Wind gekoppelt muss ein Elektrolyseur variabler Leistung folgen. PEM regelt schnell hoch; häufiges Zyklen belastet Stacks und Balance-of-Plant, sodass die Haltbarkeit im dynamischen Betrieb zu einem zentralen Spezifikationspunkt geworden ist.
- Systemgrenze / Balance of Plant
- Ein Elektrolyseur ist mehr als der Stack: Wasseraufbereitung, Gastrennung und -trocknung, Leistungswandlung (Gleichrichter), Kühlung und Steuerung. ISO 22734 behandelt den integrierten Erzeuger, nicht nur die Zelle.