IEC 61970 (EMS-API) CIM-Kern — Übertragung
Die Programmierschnittstelle der Energiemanagementsysteme. IEC 61970-301 definiert das Kern-Common-Information-Model; die Teile -45x definieren den CIM/XML-Modellaustausch. Das Übertragungs-Herz des CIM.
IEC 61970 und IEC 61968 definieren das Common Information Model (CIM): eine gemeinsame, UML-basierte Beschreibung der Objekte eines Stromnetzes. IEC 61970 deckt das Energiemanagement (Übertragung) ab; IEC 61968 das Verteilnetzmanagement; IEC 62325 die Märkte. Zusammen ermöglichen sie Versorgersystemen den Austausch von Netzmodellen ohne Punkt-zu-Punkt-Abbildung — die Basis des europäischen CGMES.
IEC 61970 (EMS-API) Die Programmierschnittstelle der Energiemanagementsysteme. IEC 61970-301 definiert das Kern-Common-Information-Model; die Teile -45x definieren den CIM/XML-Modellaustausch. Das Übertragungs-Herz des CIM.
IEC 61968 Anwendungsintegration bei Versorgern. Erweitert den CIM-Kern um Verteilpakete — Anlagen, Arbeit, Kunden, Messung, Netzbetrieb — und IEC 61968-100 für die Nachrichtenintegration.
IEC 62325 Ein Rahmen für Energiemarkt-Kommunikation auf CIM-Basis, der die zwischen Marktteilnehmern und -betreibern ausgetauschten Dokumente normt.
CGMES (ENTSO-E-Profil) Der Common Grid Model Exchange Standard — ein CIM-Profil von ENTSO-E, mit dem europäische ÜNB ihre verbundenen Netzmodelle austauschen. Die sichtbarste operative Nutzung des CIM.
(CIM) Ein Versorger betreibt Dutzende Systeme — Energiemanagement, Verteilnetzmanagement, GIS, Anlagenmanagement, Märkte — und jedes hat seine eigene Vorstellung davon, was ein “Transformator” oder ein “Abzweig” ist. Sie paarweise zu integrieren ist endlos und spröde. Das Common Information Model (CIM), definiert durch IEC 61970 und IEC 61968, ersetzt das durch ein einziges, gemeinsames, herstellerneutrales Modell des Stromnetzes.
Das CIM ist nach Domäne aufgeteilt, aber auf einem gemeinsamen Kern gebaut. IEC 61970 ist die API der Energiemanagementsysteme: ihr Teil 61970-301 definiert das Kern-CIM, und die Teile -45x definieren, wie ein Netz als CIM/XML ausgetauscht wird. IEC 61968 erweitert diesen Kern für die Verteilung — Anlagen, Arbeit, Kunden, Messung, Netzbetrieb — und ergänzt die Nachrichtenintegration in 61968-100. IEC 62325 erweitert ihn nochmals für die Strommärkte. Da alle drei denselben Kern teilen, bedeutet ein im EMS modellierter Transformator dasselbe im DMS und im Markt.
Das vollständige CIM ist viel zu groß, um es ganz zu nutzen, reale Austausche stützen sich daher auf Profile — vereinbarte Teilmengen für einen bestimmten Zweck. Das wichtigste in Europa ist CGMES (Common Grid Model Exchange Standard), das ENTSO-E-Profil, mit dem Übertragungsnetzbetreiber ihre einzelnen Netzmodelle zu einem verbundenen Modell für Betrieb, Kapazitätsberechnung und Planung zusammenführen. CGMES ist der klarste Beweis, dass das CIM operativ ist, nicht akademisch.
Man stellt das CIM oft IEC 61850 gegenüber, doch sie leben auf verschiedenen Ebenen. 61850 modelliert Daten innerhalb der Station, auf dem Draht, in Echtzeit; das CIM modelliert das gesamte Netz für Leitstellen- und Unternehmensanwendungen. Beide werden vom IEC TC 57 gepflegt, das ihre Grenze harmonisiert. Daneben trägt OPC UA (IEC 62541) Daten zu Analyseplattformen, ISO 55000 regelt die Anlagen, die das Modell beschreibt, und IEC 62443 sichert die Systeme, die es austauschen.