Diese Bilanz verfolgt den Kurzschlussstrom Schritt für Schritt, wie ein Berechnungsnachweis: Mittelspannungsnetz, Transformator, Kabel zur NSHV, dann Kabel zum betrachteten Abgang. Sie zeigt den Anteil jedes Elements an der Impedanz und liefert die Ströme an beiden Punkten des Stromkreises.
Benötigte Angaben:
- Vorgelagertes Netz: Kurzschlussleistung S″kQ vom Netzbetreiber. Für eine Minimalberechnung den Mindestwert eingeben.
- Transformator: Leistung, uk und Kurzschlussverluste Pk, vom Typenschild oder Prüfprotokoll. Die sekundäre Leerlaufspannung wird gleich Un gesetzt.
- Kabel: Material, Querschnitt, Länge und Leiter je Phase jedes Abschnitts. Länge 0, wenn die NSHV direkt am Transformator liegt.
- Motoren an der NSHV: Summe ihrer Nennströme. Nach IEC 60909-0 dürfen sie vernachlässigt werden, wenn diese Summe 1 % von Ik3 nicht übersteigt.
- Zu prüfende Schwellen: Icu des Leistungsschalters an der NSHV und magnetische Schwelle des Abgangs. Ein leeres Feld entfernt die Prüfung.
Ergebnisse: Ik3 max und ip bestimmen das Schaltvermögen und die Festigkeit der Sammelschienen. Ik3 min und Ik1 min prüfen die Auslösung. Die Impedanzen zeigen, welches Element den Strom begrenzt.
Grenzen: Strahlennetz in Niederspannung, generatorfern (Ik″ = Ik). κ wird aus dem R/X der Ersatzimpedanz berechnet, auch mit Motoren. Der Neutralleiter hat den Querschnitt des Aussenleiters; ein reduzierter PE- oder Neutralleiter senkt Ik1. Für vermaschte Netze, Notstromaggregate oder Selektivitätsstudien eine Netzberechnungssoftware verwenden. Diese Bilanz nutzt die spezifischen Widerstände nach IEC 60909-0 (1/54 und 1/34): Ihre Ergebnisse am Kabelende weichen leicht von denen des vereinfachten Rechners ab.